Wie viele Menschen haben Angst vor dem Zahnarzt? Sie sind damit nicht allein
Rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland fühlen sich beim Zahnarzt zumindest unwohl oder ängstlich. Etwa acht bis zwölf Prozent berichten von sehr starker Angst oder vermeiden Behandlungen aus Angst. Die genaue Zahl hängt davon ab, wie Zahnarztangst definiert und gemessen wird.
Zahnarztangst ist sehr weit verbreitet
Viele Patientinnen und Patienten glauben, sie seien mit ihrer Angst eine Ausnahme. Tatsächlich gehört Unbehagen vor einer Zahnbehandlung zu den häufigsten Sorgen im medizinischen Alltag.
Aktuelle Informationen der Techniker Krankenkasse nennen einen Anteil von rund 60 Prozent der Deutschen, die sich beim Zahnarzt unwohl fühlen. Etwa acht Prozent geben an, eine zahnärztliche Behandlung aus Angst vollständig zu vermeiden.
Eine in der deutschen S3-Leitlinie ausgewertete repräsentative Befragung kam ebenfalls auf insgesamt 59,9 Prozent mit Angstgefühlen. Dabei berichteten 12 Prozent von starker Angst, 27,1 Prozent von etwas Angst und 20,7 Prozent von geringer Angst.
Warum unterscheiden sich die Prozentangaben?
Studien verwenden unterschiedliche Fragen und Messverfahren. Manche erfassen bereits ein leichtes Unbehagen, andere zählen nur sehr starke Angst oder eine diagnostizierbare Phobie.
Es besteht deshalb ein großer Unterschied zwischen:
- leichter Nervosität
- deutlicher Zahnbehandlungsangst
- und einer krankheitswertigen Zahnbehandlungsphobie
Eine Patientin, die vor einer Spritze angespannt ist, wird in manchen Untersuchungen bereits als ängstlich erfasst. Ein Patient, der seit Jahren jede Behandlung vermeidet und bei der Vorstellung eines Termins Panik bekommt, gehört dagegen zu einer wesentlich stärker belasteten Gruppe.
Starke Angst hat häufig ernste Folgen
Wer große Angst hat, verschiebt Termine oft so lange, bis Schmerzen nicht mehr auszuhalten sind. Dadurch werden Behandlungen häufig umfangreicher und dringlicher. Das kann die ursprüngliche Befürchtung bestätigen und einen Kreislauf aus Angst, Vermeidung und wachsendem Behandlungsbedarf entstehen lassen.
Hinzu kommt die Scham. Manche Patientinnen und Patienten fürchten, dass eine Zahnärztin oder ein Zahnarzt sie wegen des Zustands ihrer Zähne kritisieren könnte. Diese Sorge hält sie zusätzlich davon ab, Hilfe zu suchen.
Angst ist kein Zeichen von Schwäche
Zahnarztangst kann Menschen jeden Alters und jeder beruflichen oder sozialen Situation betreffen. Auch Personen, die in anderen Lebensbereichen selbstsicher auftreten, können im Behandlungsstuhl starke Anspannung erleben.
Die körperlichen Reaktionen sind real: Herzklopfen, Zittern, Schwitzen, Übelkeit, Atemnot und Schwindel gehören zu möglichen Angstsymptomen. Bei einer ausgeprägten Phobie kann bereits der Gedanke an die Behandlung eine starke Erwartungsangst auslösen.
Gute Kommunikation kann viel verändern
Eine ruhige Erklärung der Behandlung, eine wirksame Betäubung, ein verlässliches Stoppzeichen und kurze, überschaubare Termine können helfen, Vertrauen aufzubauen.
Bei sehr starker Angst sollte zusätzlich geprüft werden, ob psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll ist. Ziel ist nicht nur, eine einzelne Behandlung irgendwie zu überstehen. Langfristig geht es darum, regelmäßige Vorsorge wieder möglich zu machen.
Sprechen Sie bei Dentiqua offen über Ihre Angst
Sie müssen Ihre Nervosität weder verbergen noch herunterspielen. Bei Dentiqua in Berlin-Friedenau können Sie bereits am Telefon sagen, dass Sie Angstpatientin oder Angstpatient sind. Das Team kann sich dadurch auf Ihre Bedürfnisse einstellen und den Termin entsprechend vorbereiten.
Auch wenn Sie viele Jahre nicht in einer Zahnarztpraxis waren, ist ein neuer Anfang möglich. Sie sind mit Ihrer Angst nicht allein und müssen sich nicht schämen. Lassen Sie sich von uns in Ruhe beraten und gehen Sie den ersten Schritt in Ihrem eigenen Tempo. Jede Kontaktaufnahme ist bereits ein wichtiger Erfolg.