Panikattacke beim Zahnarzt: Was Sie im akuten Moment tun können
Bei einer Panikattacke beim Zahnarzt sollten Sie sofort das vereinbarte Stoppzeichen geben, die Behandlung unterbrechen lassen und langsam ausatmen. Setzen Sie sich möglichst aufrecht hin, konzentrieren Sie sich auf Ihre Umgebung und informieren Sie das Praxisteam über Ihre Beschwerden. Bei unklaren oder ungewöhnlich starken Symptomen muss eine medizinische Ursache ausgeschlossen werden.
Woran erkennen Sie eine Panikattacke?
Eine Panikattacke beginnt häufig plötzlich. Typische Beschwerden sind Herzrasen, Zittern, Schwitzen, Schwindel, Übelkeit, Atemnot, Brustenge oder Kribbeln. Hinzu kommen oft intensive Gedanken wie: „Ich bekomme keine Luft“, „Ich verliere die Kontrolle“ oder „Ich halte das nicht aus.“
Panikattacken können sehr bedrohlich wirken. Die Beschwerden erreichen meist innerhalb kurzer Zeit eine hohe Intensität. Herzrasen, Luftnot, Schwindel und Brustenge gehören zu den häufig beschriebenen Symptomen.
Da ähnliche Beschwerden auch körperliche Ursachen haben können, sollte das zahnmedizinische Team Ihre Situation ernst nehmen und bei Bedarf eine Ärztin, einen Arzt oder den Rettungsdienst hinzuziehen.
Geben Sie sofort das Stoppzeichen
Versuchen Sie nicht, die Behandlung still auszuhalten. Heben Sie die vereinbarte Hand oder machen Sie das Praxisteam auf andere Weise aufmerksam. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt sollte die Behandlung stoppen, Instrumente aus Ihrem Mund entfernen und Ihnen Zeit geben.
Bitten Sie darum, den Behandlungsstuhl aufzurichten. Eine aufrechte Position kann Ihnen helfen, sich weniger ausgeliefert zu fühlen und Ihre Umgebung wieder bewusster wahrzunehmen.
Atmen Sie langsam aus
Bei Panik atmen viele Menschen zu schnell. Dadurch können Schwindel, Kribbeln und das Gefühl von Atemnot zunehmen. Versuchen Sie nicht, hektisch besonders tief Luft zu holen.
Atmen Sie stattdessen sanft durch die Nase ein und langsam durch den Mund aus. Zählen Sie beim Einatmen bis drei oder vier und beim Ausatmen bis vier oder fünf. Das längere Ausatmen kann dazu beitragen, den Atemrhythmus zu beruhigen. Atemübungen werden als Möglichkeit zur Stressreduktion und Entspannung empfohlen.
Holen Sie sich über Ihre Sinne ins Hier und Jetzt zurück
Schauen Sie sich im Raum um und benennen Sie innerlich:
- fünf Dinge, die Sie sehen,
- vier Geräusche, die Sie hören,
- und drei Dinge, die Sie körperlich spüren.
Diese sogenannte Grounding-Technik lenkt die Aufmerksamkeit von den Katastrophengedanken auf die unmittelbare Umgebung.
Sie können außerdem beide Füße fest auf den Boden stellen oder einen Gegenstand in der Hand halten. Bitten Sie eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter des Praxisteams, ruhig mit Ihnen zu sprechen.
Muss die Behandlung danach fortgesetzt werden?
Nicht unbedingt. Nach einer Panikattacke sollte gemeinsam entschieden werden, ob Sie sich ausreichend stabil fühlen. Es ist kein Scheitern, wenn der Termin beendet oder die Behandlung auf einen anderen Tag verschoben wird.
Vor einem neuen Versuch kann ein genauer Angstplan erstellt werden. Dazu gehören kürzere Termine, ein früherer Stopp, eine Begleitperson, Entspannungsverfahren oder eine medizinisch abgeklärte Sedierung. Bei wiederholten Panikattacken kann zusätzlich eine Psychotherapeutin oder ein Psychotherapeut helfen.
Bereiten Sie den nächsten Termin gemeinsam vor
Informieren Sie das Praxisteam schon vor dem nächsten Termin über die Panikattacke. Besprechen Sie, welche Anzeichen zuerst aufgetreten sind und welche Unterstützung hilfreich war. Dadurch kann die Zahnärztin oder der Zahnarzt schneller reagieren.
Dentiqua begleitet Sie auch nach einer Panikattacke
Bei Dentiqua in Berlin-Friedenau müssen Sie sich für eine Panikreaktion nicht entschuldigen. Das Zahnarzt-Team nimmt Ihre Beschwerden ernst und bespricht mit Ihnen, wie ein zukünftiger Termin sicherer und besser kontrollierbar gestaltet werden kann.
Lassen Sie sich nicht entmutigen. Eine Panikattacke bedeutet nicht, dass eine Zahnbehandlung dauerhaft unmöglich ist. Vereinbaren Sie zunächst ein ruhiges Beratungsgespräch und erzählen Sie offen, was geschehen ist. Wir, das Team von Dentiqua, unterstützen Sie dabei, Schritt für Schritt wieder Vertrauen zu entwickeln.