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Umwelt-Zahnmedizin nach DEGUZ-Standard: Wenn der Mund mehr über Ihre Gesundheit verrät, als Sie denken

Umwelt-Zahnmedizin nach DEGUZ-Standard: Wenn der Mund mehr über Ihre Gesundheit verrät, als Sie denken

Kurz zusammengefasst

Umwelt-Zahnmedizin prüft, ob Materialien, Metalle, wurzelbehandelte Zähne oder stille Entzündungen im Kiefer den gesamten Körper belasten. Die DEGUZ e.V. (Berlin) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft dafür. Die  DENTI​QUA Zahnarztpraxis in Berlin-Friedenau bietet Anamnese, Labordiagnostik (LTT, Titan-Stimulationstest, genetischer Entzündungsgrad) und metallfreie Versorgung an.

Schwerpunkte: Umwelt-Zahnmedizin · DEGUZ e.V. · Materialunverträglichkeit · Titan-Stimulationstest · LTT · Keramikimplantate · Amalgamsanierung · NICO · Parodontitis · Berlin-Friedenau

Warum ein Zahnarzt nach Ihren Gelenkschmerzen fragt

Viele Patientinnen und Patienten kennen die Situation: Man ist chronisch müde, hat wiederkehrende Hautprobleme, diffuse Gelenkbeschwerden, Konzentrationsstörungen oder eine Autoimmunerkrankung, und keine Fachrichtung findet eine schlüssige Erklärung. Die Laborwerte sind „unauffällig”, die Bildgebung auch. Und doch stimmt etwas nicht.

Die Umwelt-Zahnmedizin setzt genau hier an. Sie stellt eine Frage, die in der klassischen Zahnheilkunde lange keine Rolle gespielt hat: Kann das, was sich im Mund befindet, den Rest des Körpers belasten? Gemeint sind Füllungsmaterialien, Kronen, Brücken, Implantate, wurzelbehandelte Zähne und chronische Entzündungsprozesse im Kieferknochen, die im Röntgenbild oft unscheinbar wirken – in der ganzheitlichen Zahnmedizin auch als Störfelder bezeichnet.

Der Mund ist keine abgeschlossene Kammer. Er ist über Blutgefäße, Lymphbahnen, Nerven und das Immunsystem mit dem gesamten Organismus verbunden. Jeder Werkstoff, der dauerhaft im Mund verbleibt, steht in ständigem Kontakt mit Speichel, Schleimhaut und Immunzellen. Bei den meisten Menschen bleibt das folgenlos. Bei einem Teil der Patienten reagiert das Immunsystem jedoch anders, und diese Reaktion kann sich weit entfernt vom Mund bemerkbar machen.

Was ist Umwelt-Zahnmedizin genau?

Die DEGUZ beschreibt die Umwelt-Zahnmedizin als interdisziplinär ausgerichteten wissenschaftlichen Bereich, der Zahnärzte, zahnmedizinische Fachangestellte, Ärzte und Zahntechniker gleichermaßen einbezieht. Im Mittelpunkt steht die umfassende zahnärztliche Betreuung chronisch kranker Menschen sowie die Entwicklung individueller Präventionskonzepte, die chronisch-entzündliche Erkrankungen auch außerhalb der Mundhöhle verhindern oder abmildern sollen.

Das Motto der Fachgesellschaft lautet „wissenschaftlich, ganzheitlich, interdisziplinär”. Das ist eine bewusste Abgrenzung nach zwei Seiten. Umwelt-Zahnmedizin ist keine esoterische Heilslehre, die auf Pendeln und Vermutungen basiert. Sie arbeitet mit Laboranalytik, Immunologie, Genetik und Werkstoffkunde. Gleichzeitig ist sie mehr als klassische Schulzahnmedizin, weil sie den einzelnen Zahn nicht als abgeschlossenes Problem betrachtet, sondern seine Wechselwirkung mit dem Gesamtorganismus.

Drei Säulen prägen die Arbeitsweise:

  1. Individuelle Diagnostik statt Pauschalannahmen. Nicht jedes Material ist für jeden Menschen gleich gut verträglich. Was für 95 Prozent der Bevölkerung unproblematisch ist, kann bei einer immunologisch empfindlichen Person eine chronische Entzündungsantwort auslösen. Deshalb wird vor größeren Versorgungen geprüft, wie der Körper des einzelnen Patienten auf bestimmte Werkstoffe reagiert.
  1. Entzündungen erkennen, die man nicht sieht. Chronische, „stille” Entzündungen im Kieferknochen oder um wurzelbehandelte Zähne verursachen oft keine Schmerzen. Sie können dennoch dauerhaft Botenstoffe freisetzen, die das Immunsystem in Alarmbereitschaft halten.
  1. Vernetzung mit anderen Fachrichtungen. Umwelt-Zahnmedizin funktioniert nicht im Alleingang. Laborärzte, Immunologen, Umweltmediziner, Allergologen und Internisten gehören zum Netzwerk, damit Befunde richtig eingeordnet und Therapien abgestimmt werden.

Die DEGUZ: Fachgesellschaft mit Sitz in Berlin

Die Deutsche Gesellschaft für Umwelt-ZahnMedizin e.V. wurde 2009 gegründet und hat ihre Geschäftsstelle in Berlin-Lankwitz. Sie ist die zentrale Fachgesellschaft für dieses Gebiet im deutschsprachigen Raum und verfolgt mehrere Aufgaben zugleich.

Fortbildung: Die DEGUZ bietet ein Kompakt-Curriculum für Zahnmediziner und Mediziner an, das zweimal jährlich in Teltow bei Berlin stattfindet. Über acht Kurstage vermitteln rund 20 Referenten die Grundlagen der Anamnese, Diagnostik, Therapie und Praxisorganisation. Dazu kommen Module in Immunologie, Genetik, Laboranalytik, Dentalmaterialien und moderner Zahntechnik. Parallel gibt es ein eigenes Curriculum für Zahntechniker und Dentallabore sowie Teamkurse für Praxispersonal, in denen unter anderem die venöse Blutentnahme geschult wird, damit Laboruntersuchungen direkt in der Praxis möglich sind.

Wissenschaft: Ein eigener Wissenschaftlicher Beirat berät den Vorstand, setzt fachliche Schwerpunkte und initiiert Studien. Ihm gehören unter anderem der Vorsitzende des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner, der Präsident der Ärztegesellschaft für Klinische Metalltoxikologie, ein Werkstoffkundler der Charité und Vertreter der European Academy for Environmental Medicine an. Die Bandbreite von Innerer Medizin über Dermatologie, Humangenetik und Oralchirurgie bis zur Biomaterialforschung zeigt, wie interdisziplinär das Fach aufgestellt ist.

Expertensuche: Über die Website der DEGUZ können Patienten qualifizierte Umwelt-Zahnmediziner und Umwelt-Zahntechniker in ihrer Region finden. Wer das Curriculum absolviert hat, wird als zertifizierter Umwelt-ZahnMediziner geführt.

Jahrestagung und Qualitätszirkel: Mit inzwischen 18 Jahrestagungen und der Förderung regionaler Qualitätszirkel sorgt die Gesellschaft dafür, dass Wissen zwischen den Praxen ausgetauscht wird und Standards sich weiterentwickeln.

Die zentralen Themenfelder der Umwelt-Zahnmedizin

Die DEGUZ gliedert ihre wissenschaftliche Arbeit in sieben Schwerpunkte. Sie decken genau die Fragen ab, mit denen Patienten typischerweise in eine umweltzahnmedizinisch ausgerichtete Praxis kommen.

Amalgam und Metalle im Mund

Amalgamfüllungen enthalten Quecksilber. Seit 2025 ist die Verwendung in der EU weitgehend verboten, doch Millionen Menschen tragen noch alte Füllungen. Die umweltzahnmedizinische Frage lautet nicht nur „Ist Amalgam schädlich?”, sondern „Wie belastet ist dieser konkrete Patient, und wie entfernt man Amalgam sicher, ohne beim Ausbohren zusätzliche Quecksilberdämpfe freizusetzen?” Dafür gibt es Schutzprotokolle mit Kofferdam, spezieller Absaugung und Atemschutz.

Neben Quecksilber spielen auch andere Metalle eine Rolle: Nickel, Palladium, Gold, Kobalt, Chrom oder Kupfer in Legierungen von Kronen, Brücken und Prothesen. Wenn verschiedene Metalle im Mund aufeinandertreffen, können elektrochemische Prozesse Ionen freisetzen. Bei sensibilisierten Menschen kann das Immunsystem auf diese Ionen mit einer allergischen Reaktion vom Typ IV reagieren, die sich nicht als klassischer Hautausschlag zeigt, sondern als schleichende Entzündung.

Titanverträglichkeit bei Implantaten

Titan gilt zu Recht als eines der bestverträglichen Implantatmaterialien. Es korrodiert kaum und oxidiert sofort, weshalb echte Titanallergien extrem selten sind. Dennoch gibt es Patienten, bei denen Implantate nicht einheilen oder sich eine Periimplantitis entwickelt, ohne dass Hygiene oder Chirurgie das erklären.

Die Forschung, die die DEGUZ mit einer eigenen Studie vorangetrieben hat, zeigt einen anderen Mechanismus: Um jedes Titanimplantat entstehen mikroskopisch kleine Abriebpartikel. Die Fresszellen des Immunsystems, die Makrophagen, nehmen diese Partikel auf und setzen dabei entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Wie stark diese Reaktion ausfällt, ist genetisch festgelegt. Manche Menschen sind sogenannte High-Responder: Ihr Immunsystem reagiert auf die Partikel mit einer überschießenden Entzündung.

Zwei Laboruntersuchungen machen dieses Risiko vorab messbar. Der Titan-Stimulationstest prüft im Blut, wie stark die Makrophagen des Patienten auf Titanoxidpartikel reagieren. Die Bestimmung des genetischen Entzündungsgrades analysiert Varianten in den Genen der beteiligten Botenstoffe. In der DEGUZ-Studie erhöhte ein positiver Stimulationstest das Risiko für einen Implantatverlust etwa um das Zwölffache, unabhängig von Alter, Geschlecht und Rauchen. Für betroffene Patienten kommen Alternativen wie Keramikimplantate aus Zirkonoxid in Betracht, oder das Vorgehen wird angepasst, etwa durch intensivere Prophylaxe und entzündungshemmende Begleitmaßnahmen.

Wurzelbehandelte Zähne

Eine Wurzelbehandlung rettet den Zahn, hinterlässt aber ein totes Gewebe im Körper. Selbst bei technisch perfekter Füllung bleibt ein feines Kanalsystem zurück, das Bakterien und deren Stoffwechselprodukte beherbergen kann. Für die meisten Menschen ist das unproblematisch. Bei Patienten mit chronischen Entzündungserkrankungen, geschwächtem Immunsystem oder unklaren systemischen Beschwerden gehört jedoch die Frage dazu, ob ein devitaler Zahn als dauerhafter Entzündungsreiz wirkt.

NICO: Stille Entzündungen im Kieferknochen

Der Begriff NICO steht für „Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis” und bezeichnet chronisch entzündete, fettig degenerierte Areale im Kieferknochen, häufig an Stellen, an denen früher Zähne entfernt wurden, etwa Weisheitszähne. Im herkömmlichen Röntgenbild sind diese Bereiche oft kaum erkennbar. Sie können jedoch lokal Botenstoffe wie RANTES/CCL5 freisetzen, die mit systemischen Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht werden. Die Diagnose erfolgt über Anamnese, spezielle Bildgebung und gegebenenfalls Laborparameter.

Parodontitis als Systemerkrankung

Dass Parodontitis nicht nur Zähne kostet, sondern mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und rheumatischen Leiden zusammenhängt, ist inzwischen breit anerkannt. Die Umwelt-Zahnmedizin geht einen Schritt weiter: Sie betrachtet die individuelle Entzündungsneigung des Patienten, den Einfluss von Materialien auf das Zahnfleisch und die Rolle des Mikrobioms. Wer genetisch zu starken Entzündungsreaktionen neigt, braucht ein engmaschigeres Betreuungskonzept.

Zahntechnik und Materialauswahl

Ein wesentlicher Teil der Umwelt-Zahnmedizin findet nicht am Behandlungsstuhl statt, sondern im Dentallabor. Die DEGUZ hat deshalb ein eigenes Curriculum für Zahntechniker geschaffen. Es geht darum, Werkstoffe so auszuwählen und zu kombinieren, dass sie den Patienten nicht zusätzlich belasten: metallfreie Restaurationen, Vollkeramik, Zirkonoxid, sorgfältig geprüfte Kunststoffe und Konformitätserklärungen, die dokumentieren, was tatsächlich im Mund eingesetzt wurde.

Wie läuft eine umweltzahnmedizinische Untersuchung ab?

Der Ablauf unterscheidet sich deutlich von einem Routinetermin.

Ausführliche Anamnese. Am Anfang steht ein Gespräch, das weit über die Zähne hinausgeht. Wir fragen nach chronischen Erkrankungen, Allergien, Medikamenten, Beschwerden, die sich zeitlich mit zahnärztlichen Eingriffen entwickelt haben, und nach der Vorgeschichte im Mund: Welche Füllungen, Kronen, Implantate wurden wann eingesetzt? Welche Zähne wurden gezogen oder wurzelbehandelt?

Klinische und bildgebende Untersuchung. Neben der klassischen Befundung achten wir auf Metallkombinationen, Korrosionsspuren, Schleimhautveränderungen und mögliche Entzündungsherde im Kieferknochen.

Gezielte Labordiagnostik. Je nach Fragestellung kommen verschiedene Tests infrage. Der Lymphozytentransformationstest (LTT) weist Sensibilisierungen gegen Metalle oder Kunststoffbestandteile nach. Der Titan-Stimulationstest und die Bestimmung des genetischen Entzündungsgrades klären das Risiko vor einer Implantation. Effektorzelltypisierungen und Entzündungsmarker zeigen, ob ein chronischer Prozess aktiv ist. Die Blutentnahme kann direkt in der Praxis erfolgen.

Auswertung und Therapieplan. Laborbefunde sind kein Selbstzweck. Entscheidend ist, sie richtig zu interpretieren und in einen realistischen Behandlungsplan zu übersetzen. Das kann bedeuten, ein Material zu ersetzen, eine Amalgamsanierung unter Schutzmaßnahmen durchzuführen, einen chronisch entzündeten Bereich zu sanieren oder bei einer geplanten Implantation auf Keramik auszuweichen. Manchmal ergibt die Diagnostik auch, dass der Mund nicht die Ursache ist, und das ist ebenfalls ein wertvolles Ergebnis.

Zusammenarbeit mit Co-Therapeuten. Wo es sinnvoll ist, stimmen wir uns mit Hausärzten, Internisten, Umweltmedizinern oder Heilpraktikern ab, damit die zahnärztliche Sanierung in ein Gesamtkonzept eingebettet ist.

Für wen ist Umwelt-Zahnmedizin sinnvoll?

Nicht jeder Patient braucht eine umweltzahnmedizinische Abklärung. Besonders profitieren erfahrungsgemäß Menschen, die

  • unter chronischen Erkrankungen leiden, etwa Autoimmunerkrankungen, Rheuma, Neurodermitis, chronischer Erschöpfung oder Fibromyalgie,
  • bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten gegen Metalle oder Kunststoffe haben,
  • nach einer zahnärztlichen Versorgung neue, unerklärliche Beschwerden entwickelt haben,
  • bereits ein Implantat verloren haben oder vor einer größeren Implantatversorgung stehen,
  • viele verschiedene Metalle im Mund tragen,
  • alte Amalgamfüllungen sicher entfernen lassen möchten,
  • Wert auf metallfreie, biokompatible Materialien legen.

Auch für gesunde Patienten, die vor einer umfangreichen prothetischen Versorgung stehen, kann es sinnvoll sein, die Materialverträglichkeit vorab zu klären. Eine Krone hält im Idealfall Jahrzehnte. Es lohnt sich, sicherzustellen, dass das gewählte Material zum eigenen Immunsystem passt.

Was Umwelt-Zahnmedizin nicht ist

Ein seriöser Umgang mit dem Thema bedeutet auch, Grenzen zu benennen. Umwelt-Zahnmedizin verspricht keine Heilung von Krebs, Multipler Sklerose oder anderen schweren Erkrankungen durch das Entfernen von Zähnen. Sie ersetzt keine fachärztliche Behandlung. Ein positiver Titan-Stimulationstest bedeutet nicht, dass Titan „giftig” ist, sondern dass das individuelle Risiko für eine Entzündungsreaktion erhöht ist. Und nicht jede Beschwerde hat ihre Ursache im Mund.

Genau deshalb legt die DEGUZ so großen Wert auf wissenschaftliche Fundierung, Labordiagnostik und rechtssichere Dokumentation. Entscheidungen werden auf Basis messbarer Befunde getroffen, nicht auf Basis von Vermutungen.

Unsere Qualifikation: DEGUZ-Kompakt-Curriculum

Umwelt-Zahnmedizin ist kein geschützter Begriff. Jede Praxis kann ihn verwenden. Für Patienten ist es deshalb hilfreich zu wissen, worauf die Kompetenz beruht.

Dr. Ursula Süßbier M.Sc., M.Sc. hat im März 2025 das achttägige Kompakt-Curriculum Umwelt-ZahnMedizin der DEGUZ absolviert, das von Dr. med. dent. Jens Tartsch, ZT Christof Borges und dem Immunologen und Laborarzt Dr. med. Volker von Baehr geleitet wird. Die Fortbildung wird mit über 60 Fortbildungspunkten zertifiziert und vermittelt neben Immunologie, Allergologie und Labormedizin auch die praktische Umsetzung im Praxisalltag. Ergänzend haben wir Fortbildungen zu Materialunverträglichkeiten in der Zahnmedizin, zur Toxikologie dentaler Kunststoff-Restaurationsmaterialien, zur Keramikimplantologie sowie zur Blutentnahme in der Praxis besucht. Das Thema Parodontitis als systemische Entzündungserkrankung begleitet uns seit vielen Jahren, unter anderem durch das Curriculum Parodontologie am Philipp-Pfaff-Institut Berlin und zahlreiche Fachveranstaltungen zu oralen Biofilmen, Antibiotikatherapie und Diabetes in der Zahnarztpraxis.

Diese Kombination aus parodontologischer Erfahrung und umweltzahnmedizinischer Weiterbildung erlaubt es uns, chronische Entzündungen im Mund sowohl aus klassischer als auch aus systemischer Perspektive zu betrachten.

Häufige Fragen zur Umwelt-Zahnmedizin

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt umweltzahnmedizinische Labordiagnostik in der Regel nicht. Private Versicherungen erstatten je nach Tarif teilweise. Wir erstellen vor jeder Untersuchung einen transparenten Kostenplan, sodass Sie wissen, worauf Sie sich einlassen.

Muss ich meine Amalgamfüllungen entfernen lassen?

Nicht zwingend. Bei intakten Füllungen und fehlenden Beschwerden gibt es keine allgemeine Empfehlung zur Entfernung. Wenn eine Entfernung aus medizinischen oder persönlichen Gründen gewünscht ist, sollte sie unter Schutzmaßnahmen erfolgen.

Wie lange dauert es, bis Laborergebnisse vorliegen?

Je nach Test zwischen wenigen Tagen und etwa zwei Wochen. Die Blutentnahme kann direkt in der Praxis erfolgen.

Ist Keramik grundsätzlich besser als Titan?

Nein. Titan ist für die große Mehrheit der Patienten hervorragend verträglich. Keramikimplantate sind eine wertvolle Alternative für Patienten mit erhöhtem Entzündungsrisiko oder ausdrücklichem Wunsch nach Metallfreiheit.

Kann ich mich selbst über die DEGUZ informieren?

Ja. Die Fachgesellschaft veröffentlicht auf ihrer Website Fachinformationen zu Amalgam, Titan, Wurzelbehandlungen und NICO, betreibt einen Podcast und bietet eine Expertensuche an.

Fazit

Umwelt-Zahnmedizin schließt eine Lücke zwischen Zahnmedizin und Allgemeinmedizin. Sie nimmt ernst, dass Materialien und Entzündungsprozesse im Mund den gesamten Körper beeinflussen können, und sie tut das mit den Werkzeugen der modernen Labormedizin, Immunologie und Genetik. Die DEGUZ hat dafür in Deutschland den fachlichen Rahmen geschaffen.

Wenn Sie in Berlin unter chronischen Beschwerden leiden, vor einer größeren zahnärztlichen Versorgung stehen oder einfach wissen möchten, ob Ihr Mund Ihren Körper belastet, sprechen Sie uns an. Wir nehmen uns die Zeit für eine ausführliche Anamnese und klären mit Ihnen gemeinsam, welche Diagnostik in Ihrem Fall sinnvoll ist.

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