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Kieferostitis / NICO (FDOK): Die versteckte Entzündung im Kieferknochen

Kieferostitis / NICO (FDOK): Die versteckte Entzündung im Kieferknochen

Was bedeutet Kieferostitis oder NICO (Neuralgia Inducing Cavitational Osteonecrosis)? Dabei handelt es sich um chronische, oft schwer erkennbare Entzündungsprozesse im Kieferknochen, die nicht immer sichtbare Schmerzen verursachen. Das betroffene Knochengewebe ist in diesen Bereichen weich, fettig verändert oder minder durchblutet. Da die Entzündung häufig „silent“, also ohne erkennbare Beschwerden, verläuft, kann sie unentdeckt bleiben und dennoch Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben.

Wie entsteht eine solche versteckte Entzündung?

Kieferostitis/NICO kann sich aus Situationen entwickeln, bei denen der Knochen nach Belastung nicht vollständig regeneriert, zum Beispiel nach:

– Zahnextraktionen (z. B. Weisheitszähne)
– nicht vollständig ausgeheilten Wurzelbehandlungen
– lang bestehenden chronischen Zahnfleischentzündungen
– Durchblutungsstörungen im Knochen
– mechanischem Druck oder Fehlbelastung im Kiefer

Das Gewebe heilt dann nicht stabil aus, sondern bleibt in einem chronisch gestörten Stoffwechselzustand.

Welche Symptome können auftreten?

Da die Entzündung häufig nicht akut schmerzt, wird sie leicht übersehen. Stattdessen zeigen sich manchmal unspezifische Beschwerden:

– Druck- oder Ziehgefühle im Kiefer
– wiederkehrende Kopf- oder Gesichtsschmerzen
– Muskelverspannungen, besonders im Nacken-Kiefer-Bereich
– Müdigkeit oder Erschöpfungsgefühle
– diffuse Gelenk- oder Nervenschmerzen
– Belastungsintoleranz oder Konzentrationsschwierigkeiten

Diese Symptome stehen im Zusammenhang mit entzündlichen Botenstoffen, die lokal im Knochengewebe gebildet werden und den Körper belasten können.

Wie lässt sich Kieferostitis/NICO diagnostizieren?

Konventionelle Röntgenaufnahmen zeigen solche Veränderungen häufig nicht eindeutig. Eine genauere Diagnostik erfolgt deshalb oft mithilfe:

– DVT (Digitale Volumentomographie) zur dreidimensionalen Darstellung des Kieferknochens
– Ultraschall-Durchblutungsanalysen (in spezialisierten Praxen)
– klinischer Untersuchung und Erhebung der Krankengeschichte

Im DVT können Areale sichtbar werden, in denen die Knochendichte reduziert ist oder das Gewebe nicht die erwartete Struktur besitzt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Das Ziel der Behandlung ist, das betroffene Knochengewebe zu regenerieren. Dazu kann gehören:

– vorsichtiges Eröffnen und Ausräumen des entzündlich veränderten Gewebes
– gründliche Reinigung der Knochenhöhle
– Förderung der Heilung durch körpereigene Regenerationsmethoden wie PRF/PRP (Wachstumsfaktortherapie)
– Ergänzend: Unterstützung des Gesamtstoffwechsels, z. B. Vitamin D, K2 und entzündungsmodulierende Ernährung

Hier wird sehr präzise und gewebeschonend gearbeitet, um die körpereigene Heilung zu aktivieren.

Sorgfältige Diagnostik und regenerative Behandlung

Wenn Beschwerden bestehen, die bisher schwer einzuordnen waren, oder der Verdacht auf eine stille Entzündung im Kieferknochen besteht, gehen wir dem behutsam nach. In der Zahnarztpraxis Dentiqua in Berlin-Friedenau kombinieren wir sorgfältige Diagnostik, verständliche Aufklärung und moderne regenerative Behandlungskonzepte.

Sie müssen Unsicherheiten oder Unklarheiten nicht allein tragen.
Gemeinsam finden wir heraus, was Ihrem Körper guttut und wie Heilung unterstützt werden kann.

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